BA-Regionen: Mehr regionale Wildblumen

Zur Unterstützung der regionalen Biodiversität enthalten unsere Mischungen regionalisierte Wildarten.

So tragen wir zur Erhaltung der genetischen Vielfalt heimischer Wildblumen in Deutschland bei. Der Anteil an Wildsamen variiert je nach Mischung und Region zwischen 20 % und 98 %, da nicht alle Arten überall verfügbar sind. Alle Mischungen eignen sich für Hausgärten, Balkone und Parks in Deutschland (Siedlungsgebiete).

Karte der Regionen

Die BA-Regionen für Blühmischungen für Siedlungsgebiete orientieren sich an den Grenzen von 22 Ursprungsgebiete:

Bienenretter Regionen
Karte: Übersicht der BA-Regionen für Bienenautomaten-Blühmischungen mit Herkunfts-/Ursprungsgebietsnummern (nach DBU) | Stand: 01.02.2021

NORDWEST
1 - Nordwestdeutsches Tiefland

2 - Westdeutsches Tiefland mit Unterem Weserbergland

NORDOST

3 - Nordostdeutsches Tiefland

4 - Ostdeutsches Tiefland

5 - Mitteldeutsches Tief- und Hügelland

20 - Sächsisches Löß- und Hügelland

22 - Uckermark mit Odertal

SÜDWEST
6 - Oberes Weser- und Leinebergland mit Harz

7 - Rheinisches Bergland

9 - Oberrheingraben mit Saarpfälzer Bergland

10 - Schwarzwald

21 - Hessisches Bergland

SÜDOST

8 - Erz- und Elbsandsteingebirge

11 - Südwestdeutsches Bergland

12 - Fränkisches Hügelland

13 - Schwäbische Alb

14 - Fränkische Alb

15 - Thüringer Wald

16 - Unterbayerische Hügel- und Plattenregion

17 - Südliches Alpenvorland

18 - Nördliche Kalkalpen



🗺 Interaktive Ursprungsgebiets-Karte

Das BfN veröffentlicht eine detaillierte Karte aller 22 Ursprungsregionen für ganz Deutschland – ideal um deinen genauen Standort einzuordnen.

 



Warum eine Einteilung in Regionen?

Wildpflanzen sind nicht überall gleich. Auch wenn es dieselbe Art ist, kann sie sich regional genetisch unterscheiden – angepasst an Klima und Boden vor Ort.

So ist die 'Gewöhnliche Schafgarbe' in Norddeutschland genetisch leicht anders geprägt als eine Pflanze in Süddeutschland. Außerdem sind nicht alle Wildpflanzen in ganz Deutschland heimisch. Auch ohne gesetzliche Vorgabe ist es sinnvoll, bei der Auswahl von heimischen Wildpflanzen im eigenen Garten die genetische Vielfalt zu berücksichtigen.

Warum bieten wir keine Mischungen für jedes Ursprungsgebiet an?

Obwohl die Verwendung von gebietseigenem Saatgut (Regiosaatgut) ökologisch wertvoll sein kann, gibt es gute Gründe, warum wir auf eine feinere Unterteilung in die 22 Ursprungsgebiete verzichten:

1. Keine Pflicht im Siedlungsraum
Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt das sogenannte Regiosaatgut für Wildarten nur für die freie Natur (Landschaft) vor. Innerhalb von Ortschaften besteht keine gesetzliche Verpflichtung.
 
2. Begrenzte Verfügbarkeit
Der Markt ist noch im Aufbau. Viele Arten sind nicht ausreichend oder gar nicht verfügbar – das schränkt die Vielfalt von Mischungen stark ein. Verbrauch knapper Mengen für Siedlungsgebiete kann für die freie Natur kontraproduktiv sein.
 
3. Hoher Aufwand & Kosten
Zertifizierung und Produktion sind aufwendig und kostenintensiv. Für die Umsetzung unserer Mischungen für alle 22 Ursprungsgebiete wären tausende einzeln zertifizierte Arten nötig – derzeit nicht praktikabel.
 
4. Rechtliche Unsicherheit
Gesetze und Vorgaben werden je nach Bundesministerium, Land oder örtlicher Behörde unterschiedlich ausgelegt. Das sorgt für Verwirrung.
 
5. Wissenschaftliche Kritik
Regionale Herkunft bedeutet nicht automatisch optimale Anpassung – besonders im Klimawandel und im Verbreitungsgebiet einzelner Arten. Zudem unterscheidet sich Biodiversität in Städten und Dörfern deutlich von der in freien Landschaft.
 
6. Unterschiedliche Ziele
In urbanen Gärten zählen oft Pflegeaufwand, Wasserbedarf oder lange Blühzeiten mehr als die streng regionale Herkunft – besonders dann, wenn die Alternative gar keine Blühfläche wäre.